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Firestorm

CIMG7842Titel: Firestorm
Autor: Gail Simone, Ethann van Scriver
Zeichner: Yildiray Cinar
Erschienen: 2012
Verlag: Panini
ISBN: 978-3-86201-465-1

 

Und um was gehts?

Die beiden Highschool-Teenager Ronnie und Jason können sich nicht sonderlich gut leiden. Der eine dunkelhäutig und extrem klug, der andere weißer Hautfarbe, und durchschnittlich intelligenter Football-Spieler. Durch Zufall erhalten sie durch ein geheimes Forschungsexperiment Superkräfte, die im wahrsten Sinne des Wortes die Grundfesten der Existenz erschüttern können. Sie können sich durch das sogenannte Firestorm-Protokoll zu Energiewesen mit atomaren Kräften verwandeln, mit unglaublicher Zerstörungskraft. Und wenn ihre Wut aufeinander trifft, so verschmelzen sie zu Fury, einem Wesen, das an Kraft, Raserei und Zerstörungswut seinesgleichen sucht. Doch Ronnie und Jason sind nicht allein mit diesen Kräften. Es gibt mehr von ihnen. Und offenbar sind nicht alle auf der Seite der Guten. Auch die Geheimorganisation um Candace Zither scheint ihr eigenes Spiel zu spielen.

Fazit? (Achtung, Spoiler)

Nun, wie so oft ist das Comic-Universum nicht gerade einfach und linear. Aber Nachforschungen haben ergeben, dass das vorliegende Comic offenbar ein Relaunch der Firestorm-Serie ist… entstanden aus den “New 52″, dem großen Relaunch von DC. Sei’s drum. Es ist Band #1, also gute Voraussetzungen, um damit anzufangen.

Nach einigen Monaten auf meinem To-Do-Stapel habe ich mich nun ein zweites Mal an dieses Comic gewagt (das erste Mal wurde ich etwa in der Mitte des Bandes abgelenkt). Und ich muss sagen, es gefällt mir beim zweiten Anlauf deutlich besser. Die Geschichte ist zwar (wie so oft von mir bemängelt) etwas stramm und schnell eingeführt, aber man kommt mit. Irgendwas mit Atomen… und Superkräften… und totaler Vernichtung… und Bösewichtern. So ganz wird die Geschichte natürlich nicht aufgeklärt, wie es zu diesem mysteriösen Firestorm-Protokoll kam, und wieso es sich offenbar verbreitet hat. Aber das ist man ja gewöhnt.

Nachdem die beiden Jungs ihre Superkräfte entdeckt haben, kommt es recht schnell zu infernalischen Kämpfen, die sich regelrecht die Klinke in die Hand geben. Mein Co-Autor würde wieder (zu Recht) sagen: Gebolze. Interessant wird es, zu erfahren welche Rolle die Geheimorganiation um Candace Zither spielt, samt ihrer Söldner. Großes Potential, ein gelungener erster Band. Und für mich als Einsteiger in diese Serie stellt sich lediglich die Frage: Wann liefern die meinen Band #2?

Rating?
910

Hier gibt es acht von zehn Helix’es. Sehr ansprechend und martialisch gezeichnet. Wäre es ein Film, dann würde es genauso ein solider Streifen wie die Avengers werden. Coole Sache. Hat gereicht, um mich davon zu überzeugen den zweiten Band zu bestellen, und gleich guten Gewissens das Abo nachzuschieben. Eine kostenlose Leseprobe gibt es übrigens hier.

Piranha 2

CIMG7839Titel: Piranha 2
Originaltitel: Piranha 3DD
Spielzeit: 82min
Erscheinungsjahr: 2012
Produktionsland: USA
Regie: John Gulager
Darsteller: Gary Busey, Christopher Lloyd, Ving Rhames, David Hasselhoff, u.a.

Und um was geht’s?

Nach dem kleinen Piranha-Zwischenfall vor einem Jahr betreiben Chet und seine Tochter nun in der kleinen Stadt Merkin einen Wasserpark. Die Geschäftsidee: Ein Adult-Pool-Bereich, mit entsprechenden Bikini-Babes, und David Hasselhoff als Bademeister. Doch die Eröffnungsparty verläuft anders als geplant. Denn die Piranhas sind zurück. Und so ein riesiger Wasserpark ist eine hervorragende Vorspeisenplatte.

Fazit? (Achtung, Spoiler!)

Eins mal vorweg: Der Film hat zwar Bezüge zum Vorgänger, aber ich behaupte einfach mal, dass man aufgrund der seichten Story keine Probleme hat, was das Verständnis angeht. Ich jedenfalls hatte das nicht, und kenne besagten Vorgänger (noch?) nicht.

Im Prinzip ist auch durch die obige Story-Einleitung alles gesagt. Es geht um Bikini-Babes, und einen sich selbst spielenden David Hasselhoff, der sich offenbar auch nicht mehr so ganz ernst nimmt. Dann kommen die Piranhas, und es sterben immer alle oder viele. Oder werden schwer gebissen. Oder so. Pubertärer Humor. Piranhas, die unter Wasser grunzen und knurren können. Fremdschämen auf ganzer Linie. Aber es macht Spaß. Manchmal braucht man einfach diese Art von Unterhaltung, um mal einen medialen, audio-visuellen Reset durchzuführen.

Und ein paar dumme Teenager-Kreisch-Gören in knappen Bikinis, die sich einfach nur klischeebedingt dumm anstellen und dann von irgendwelchen Viechern gefressen werden… sowas geht ja immer.

Rating?
910

Hier gibt’s acht von zehn Beinprothesen mit eingearbeiteter Shotgun. Sinnfrei, cool, arm. Manchmal muss es wie gesagt so sein.


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The Town – Stadt ohne Gnade

CIMG7840Titel: The Town – Stadt ohne Gnade
Originaltitel: The Town
Spielzeit: 150min (ext. cut)
Erscheinungsjahr: 2010
Produktionsland: USA
Regie: Ben Affleck
Darsteller: Ben Affleck, Jon Hamm, Rebecca Hall, Jeremy Renner, u.a.

Und um was geht’s?

Doug und seine Kumpels gehören zu den erfolgreichsten Bankräubern von Boston. Bei einem ihrer Überfälle nehmen sie die hübsche Claire als Geisel, um zu entkommen. Als ihnen dies gelingt, lassen sie Claire frei. Claire kommt ebenfalls aus Charlestown, einem berüchtigten Viertel von Boston, genau wie Doug und seine Jungs. Obwohl ihre Augen verbunden waren, wollen sie sicher gehen, dass Claire dem FBI, das der Truppe dicht auf den Fersen ist, nichts verrät. Sie beschließen, Claire durch Doug beschatten zu lassen. Doch Doug und Claire fangen an Gefühle für einander zu entwickeln. Und auf einmal will Doug aussteigen. Raus aus dem Milieu. Doch so einfach ist das in dem Netzwerk aus Kriminalität in Charlestown nicht, wo Verbrechen fasst schon Tradition hat. Dougs Auftraggeber zwingt ihn zu einem weiteren Coup. Doch wer hier wen im Griff hat, wird sich zeigen.

Fazit? (Achtung, Spoiler!)

Gehört von dem Film habe ich rein gar nichts. Ausgeliehen, von einem Kumpel. Banküberfälle… kennt man… wird schon taugen für nen Samstag Abend… eingelegt… und mit Anlauf in die Fresse bekommen. Dieser Film ist ein absolut cooler und souveräner Action-Streifen. Knallharte Banküberfälle, organisierte Kriminalität, Dreck, soziale und persönliche Probleme der Charaktere. Ich würde das Wort Gangster-Epos nicht benutzen, aber ich finde, er kommt recht nahe an etwas derartiges heran. Ein moderner Gangster-Film, der zeigt, dass auch das Thema Banküberfall, Schießereien und wilde Verfolgungsjagden noch lange nicht ausgelutscht ist.

Der Mythos eines Stadtviertels mit sehr hoher Kriminalitätsrate wird quasi zelebriert. Ein Viertel, aus dem Bankräuber kommen. Ein Viertel, das von der Polizei als erstes hermetisch abgeriegelt wird, wenn etwas passiert. Allerdings ohne wirklich in bekannte Ghetto-Filme wie “Colors” oder “Boyz n the hood” abzurutschen. Hier geht es ums Geld. Um Banküberfälle, und damit einhergehender Brutalität. Um Auftraggeber, die sich als Blumenhändler tarnen, und in Wirklichkeit wahrscheinlich tiefe Verbindungen zur Mafia haben. Es geht um persönliche Schicksale, ohne dabei melodramatisch zu wirken, sondern eher schonungslos und fast ehrlich. Der Aufhänger ist irgendwann fast so etwas wie eine Liebesgeschichte, aber auch wieder ohne zu sehr in dieses Genre abzurutschen.

Ich muss ebenfalls positiv erwähnen, dass dieser Film kein definiertes Happy End hat. Und, wie so oft bei Filmen dieser Art, ist das auch gut so. Es wäre schlichtweg falsch, nach all den Einblicken in die Story, die Charaktere und Hintergründe den Film mit glücklichen Charakteren enden zu lassen. Dougs Gang stirbt bei einem heftigen Feuergefecht mit dem FBI. Aber gewonnen hat am Ende dieser Hetzjagd letztendlich niemand. Weder Claire, noch Doug, und auch nicht der FBI-Agent, der Doug und die Gang seit Beginn  des Films wie ein Bluthund jagt. Sehr geniales Ende.

Rating?

Hier gibt es kompromisslose zehn von zehn irischen Kleeblättern. Der Trailer verspricht in diesem Fall nicht zuviel, auch wenn er die teilweise längeren, ruhigeren Passagen auslässt, die aber zu keinem Zeitpunkt langweilig wirken. “This is the not-fucking-around-Crew”… das Zitat trifft den Nagel auf den Kopf.


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True Grit

CIMG7836Titel: True Grit
Originaltitel: True Grit
Spielzeit: 110min
Erscheinungsjahr: 2010
Produktionsland: USA
Regie: Ethan und Joel Coen
Darsteller: Jeff Bridges, Hailee Steinfeld, Matt Damon, Josh Brolin, u.a.

Und um was geht’s?

Der Vater der jungen Mattie Ross wurde von einem Bandit erschossen und ausgeraubt. Trotz ihrer gerade mal 14 Jahre schwört das Mädchen Rache. Vom Nachlass ihres Vaters will die den berüchtigten US-Marshall Reubin Cogburn anheuern, der dafür berühmt ist, sehr viel und gern Gebrauch von seiner Waffe zu machen. Zusammen mit dem Texas Ranger LaBoeuf machen sich die drei auf in die Wildnis, um die Spur des Mörders zu verfolgen, solange sie noch frisch ist.

Fazit? (Achtung, Spoiler!)

Nun, was will man da sagen? Die Kritiken im Internetz loben grösstenteils diesen Film. Ich finde ihn jedenfalls durchschnittlich, Coen-Brüder-Hype hin oder her. Mag daran liegen, dass es generell nur sehr wenige Western gibt, die ich wirklich mag. Oder auch daran, dass der Film einfach irgendwie unspektakulär (aber nicht unbedingt schlecht) ist.

Das 14jährige Mädel wirkt etwas zu selbstsicher und clever, als dass man ihr das in dieser Zeit und Umgebung wirklich abnehmen würde. Das undeutliche Genuschel von Cogburn könnte witzig gemeint sein, oder von seiner Alkoholsucht herrühren. Man weiß es nicht, ich vermute letzteres. Aber letztendlich ist das auch egal, weil Cogburn ohnehin ein Charakter ist, von dem man nicht weiß, was man von ihm halten soll. Ein Säufer, ein US-Marshall, ein knallharter Kopfgeldjäger, ein Versager im Privatleben, ein schießwütiger Verrückter… alles und nichts.

Ebenso fragwürdig, wenn auch meiner Meinung nach viel passender, ist LaBoeuf. Auch er nuschelt, was wohl den texanischen Slang darstellen soll, aber er erweckt wenigstens den Eindruck, den man von einem Ranger oder Vertreter des Gesetzes erwartet. Auch wenn seine Rolle mehr als Sidekick gedacht war und ist. Ehrlich gesagt: Er trägt nicht wirklich viel zur Handlung bei. Meine Meinung.

Wieder mal ein Film, der vor sich hin plätschert, ohne richtig zu fesseln. Dabei ist er aber auch nicht wirklich schlecht. Was aber im Trailer aussieht wie ein knallharter und kompromissloser Western ist in Realität eher eine Geschichte, die man zur Kenntnis nimmt, die aber auch recht unspektakulär ist, wenn man mal drüber nachdenkt.

Rating?
8910

Hier gibt es sieben von zehn Schafskarabiniern. Ein Film, den man sich zwar sehr gut ansehen kann, aber der Kick fehlt irgendwie. Der Trailer lässt auf weitaus mehr hoffen, was sich zumindest für mich nicht erfüllt hat.


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